Bürgerbeteiligung wird bei der neuen Regierung Groß geschrieben. Wenn es aber um ganz konkrete Beteiligung vor Ort in der Kommune geht, vergisst man gelegentlich allzu rasch, was man sich selbst auf die Fahnen geschrieben hat.
Im nächsten Fall für den Faktencheck geht es um eine Straße im Stuttgarter Norden: die Hofener Straße.
Der Stuttgarter Grüne Peter Pätzold schreibt auf seiner Homepage: „Zu einer Planungskultur gehört auch eine Bürgerbeteiligung, die offen ist für Vorschläge und verlässlich in der Umsetzung der sich daraus ergebenden Ziele.“ (Faktencheck-Schnellbeweis). Ganz so ernst nimmt er es mit seinen eigenen Grundsätzen aber nicht, wenn es um den ideologischen Kampf „Fahrrad gegen Auto“ geht. (noch ein Faktencheck-Schnellbeweis) Jetzt haben die Grünen in Stuttgart zusammen mit der SPD einen Antrag auf eine Bürgerbeteiligung beim Thema „Hofener Straße“ abgelehnt. (auch hierzu gibt es Faktencheck-Schnellbeweise: Antrag im Gemeinderat, Artikel in der Stuttgarter Zeitung). Nicht nur eine Ohrfeige für viele Ausflügler und die Wengeter an der genannten Straße – nein: auch eine Ohrfeige an die eigene Wählerschaft, die immer noch glaubt, den Grünen sei es ernst mit der Beteiligung der Bürger.
Faktencheck-Fazit: So lange das Stichwort „Bürgerbeteiligung“ Umfragen positiv beeinflusst und man damit Wahlen gewinnen kann, ist es den Grünen recht. Wenn aber eine solche Bürgerbeteiligung vielleicht zu einer Nicht-Grünen-konformen Auffassung führen könnte, treten die Grünen ihre eigenen Grundsätze mit Füßen. Wählertäuschung pur!









