Die SPD, ihr Zick-Zack-Kurs und die Lehrer

Manchmal kann Politik so verwirrend sein. Vor allem wenn man Spitzenkandidat einer Partei ist, die zu fast jedem Thema schon mal unterschiedliche Meinung vertreten hat. Beim Thema „Beamtenstatus für Lehrer“ schreibt die SPD zum Beispiel in ihrem Wahlprogramm auf S. 92: „Wir werden bei künftigen Neueinstellungen die Beamtenstellen auf den streng hoheitlichen Bereich beschränken.“ (hier der Faktencheck-Schnellbeweis) Also nichts mehr mit Beamtenstatus für Lehrer.

Faktencheck: Stop, nicht so schnell. So war das bei der Zick-Zack-SPD natürlich nicht gemeint. Bei einer Veranstaltung der Lehrergewerkschaft GEW am Montag wollte Nils Schmid es dann doch anders verstanden wissen: „Wenn wir gewählt werden, haben wir Wichtigeres zu tun, als das sofort auf die Agenda zu setzen“, wird er zum Thema „Abschaffung des Beamtenstatus“ vom Reutlinger Generalanzeiger am 23. Februar zitiert.  Aha. Sollte die SPD also je Regierungsverantwortung tragen, dann hätte sie Wichtigeres zu tun als das Wahlprogramm umzusetzen. Und die Lehrer blieben eben doch Beamte.

Das Fazit zur SPD: Zick-Zack reicht nur für Opposition. Klare Linie sieht anders aus.

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Eine Antwort auf Die SPD, ihr Zick-Zack-Kurs und die Lehrer

  1. Igor sagt:

    Verstehe den Widerspruch hier nicht. Es ist nicht zuletzt Position der Landesverwaltung, dass die Lehrer zum hoheitlichen Bereich gehören.

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