„Wie geht gute Schule?“

„Wie geht gute Schule?“, fragt die SPD landauf, landab auf ihren Wahlplakaten. Die richtige Antwort wäre: Frag doch mal den Mappus oder die Schick, denn die machen ja vor, wie es geht. Aber auch in diesem Punkt zeigen sich rot wie grün nicht lernfähig. Denn beide Parteien wollen das erfolgreichste Bildungssystem in Deutschland (hier noch ein Faktencheck-Schnellbeweis) kaputt reformieren. So fordert die SPD auf ihren Plakaten die auch von den Grünen gewollte Einheitsschule. Was sie nicht verrät: Das wäre dann auch das Todesurteil für die Gymnasien und Realschulen im Land!

Faktencheck: Wie rot-grüne Bildungspolitk funktioniert, kann man in den links regierten Bundesländern sehen. Bei Pisa oder dem Schulvergleichstest dümpeln diese Länder regelmäßig auf den hinteren Plätzen rum (hier der Faktencheck-Schnellbeweis). Statt individueller Bildungschancen gibt es dort nur rot-grüne Einheitslösungen. Dabei brachte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes die Gründe für das dauernde Scheitern rot-grüner Einheitsschulexperimente  schon früher auf den Punkt: „Die Testverlierer müssten dies seit Jahrzehnten wissen, aber statt sich an den Siegerländern zu orientieren und nach der Decke zu strecken, verlieren sie sich in Schwärmereien über eine verlängerte Grundschule und Einheitsschule“ (noch ein Faktencheck-Schnellbeweis). Jetzt haben die Gymnasialrektorinnen und -rektoren im Land dem von SPD und Grünen ausgerufenen Kampf der Bildungssysteme eine klare Absage erteilt. Sie plädieren für den Erhalt des dreigliedrigen Schulsystems, für mehr Chancengleichheit für den Einzelnen (hier der Faktencheck-Schnellbeweis).

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13 Antworten auf „Wie geht gute Schule?“

  1. Daniel Roos sagt:

    Die „Beweise“ zeigen auch, dass die elitären baden-württembergischen Frühselektionisten sich nicht darum kümmern, sozial schwächere Schüler oder Kinder mit Migrationshintergrund mit einzubinden.
    Von den psychischen Belastungen dank der Grundschulempfehlung für Neunjährige, die darauf mit allerlei gesundheitlichen Symptomen reagieren, auch nicht.

    Und: niemand bei Rot-Grün will doch ernsthaft das Gymnasium und das Abitur abschaffen! Ihr versucht nur verzweifelt, die alte Keule „Einheitsschule = leistungsschädigend = kommunistisch = schlecht“ auszupacken.

    Macht nur so weiter… eure Zeit läuft ab!

    • Hans sagt:

      Lieber Daniel,

      von mir aus nennst du es elitär. Wenn dieses Schulsystem die geringste Zahl von Schulabbrechern in Deutschland und die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in Europa produziert, soll’s recht sein. Und wenn du das für unsozial hältst, dann bitte. Jetzt wirst du wahrscheinlich damit kommen, dass in Baden-Württemberg ein Arbeiterkind angeblich eine soundsoviel kleinere Chance auf ein Abitur hat als ein Akademikerkind. Doch das ist nicht die Realität. Denn darauf kommt man nur, wenn man das ganze berufliche Schulwesen absichtlich ausklammert. Baden-Württemberg hat die höchste Abiturientenquote in Deutschland. Wo ist da die soziale Auslese? Jede zweite Studienberechtigung im Land kommt von einem Beruflichen Gymnasium. Aber gerade das berufliche Schulwesen waren ja noch nie das besondere Steckenpferd linker Gesamtschulapostel.

      Ihr dürft Euch jetzt noch ein paar Tage austoben und dann eure alten Parolen weiter in der Opposition aufsagen.

    • Ingo Rochus sagt:

      @Daniel Roos
      Kann es sein dass DU in UNSEREM Schulsystem gescheitert bist und nun HarzIV beziehst?

  2. Benno Frank sagt:

    Euch muss ja die Düse gehen…am Sonntag werden eure angstkampagnen abgewählt,dann könnt ihr euch in der Opposition mal was neues überlegen

  3. raid sagt:

    Wo bleiben bei dir eigentlich die neuen Argumente?
    Was Du im ersten Abschnitt sagst, ist empirisch widerlegt! Ein Bildungssytem kann nicht daran gemessen werden, wieviele Leute Abitur machen, sondern daran, wieviele am Ende damit etwas anfangen können.
    Die geringste Jugendarbeitslosigkeit in ganz Europa ist ein glänzender Beweis dafür! Im Übrigen, wird Rot-Dunkelrot-Grün nicht mit der Einheitsschule durchkommen, weil die Mehrheit keine sozialistischen Experimente will!- Das ist einfach Fakt, und Du musst das leider hinnehmen!

  4. Daniel G. sagt:

    Ich liebe ja linke, ideologisch aufgeladen Intelligenzbolzen, die sich alleine nichtmal die Schuhe zubinden können. Das sind auch genau diejenigen, die die Einheitsschule wollen, damit sie sich nicht so intellektuell benachteiligt fühlen müssen. Und wenn mal jemand gegen ihre tolle neue Einheitsschule, – die ca. aus dem 17. Jahrhundert stammt und zum Glück längst von unserem modernen, zeitgemäßen dreigliedrigen Schulsystem abgeschafft wurde – wettert, dann werden sie ganz böse (bzw. in erster Linie verwirrt, weil sie die Argumente der Gegenseite nicht verstehen, denn die passen nicht in ihr Weltbild) und beschweren sich ganz dolle. Ich zünde am Sonntag in der Kirche mal ein Licht für alle an, denen noch etwas Erleuchtung fehlt.

    Nur mit dem dreigliedrigen Schulsystem bleibt Baden-Württemberg spitze! Darum CDU wählen!

  5. Johannes sagt:

    Also ich denke die armen Migranten könnten ja auch einfach mal etwas Druck vom Kind nehmen, indem sie ihr Kind das wichtigste Werkzeug mit in die Schule geben, das man dort brauch: ein ordentliches Sprachniveau.
    In Ländern, in denen es Gesamtschulen gibt, veröffentlichen die Schulbuchverlage nicht ohne Grund Bücher mit niedrigerem Niveau!
    Unser Schulssystem hat immer wieder die Leistungsfähigkeit bewiesen, während das Rot/Grüne im Vergleich abschifft. Da widerspricht jeglicher Logik, wieso dieses System dann besser sein sollte. Rot/Grün sollte erst mal beweisen, dass so ein System in der Praxis besser funktioniert!

    Natürlich will Rot/Grün die Einheitsschule und die anderen Schulen abschaffen! Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Außerdem motivieren sie alle jungen Lehrer mit einer verstecken Gehaltskürzung indem man Ihnen nur noch Stellen als Angestellte gibt!

  6. Marco Gauger sagt:

    Unser Bildungssystem darf unter keinen Umständen nach unten nivelliert werden. Es besteht die Gefahr einer gewaltigen Bildungsinflation, wenn man versucht, die Schulabsolventen nach Migrations- Sozial- Linkshänder- Geschlechter- Körpergrößen- (…..) Quoten zusammenzuwürfeln. Wir müssen weiterhin verschiedene Bildungswege für individuelle Leistungen anbieten. Ausserdem sind es gerade die Bildungsaufsteiger, also die Profiteure der Durchlässigkeit, die das System loben. Weil sie merken dass man etwas reissen und seinen Weg finden kann, wenn man will. Die Chancen sind da. Die ganzen neunmalklugen System-Schimpfer kommen doch aus ganz anderen Kreisen, das sind meistens typische Nadelstreifensozis/-Grüne die ihr Gewissen beruhigen wollen indem sie einen auf Gutmensch machen und mit Papas dickem Hybrid vor der Uni parken. Noch nie einen Schraubenzieher in den Fingern gehabt…
    Um gleich allen Vorurteilen gegen mich vorzugreifen: Ich bin der erste in meiner Familie, der zur Uni geht. Habe also kein „Elite-Gen“, das anscheinend Voraussetzung für ein Studium sein soll. Klappt aber trotzdem ganz gut, wenn man was tut.

  7. Volker sagt:

    Die Einheitsschule ist der größte Quatsch, den man sich vorstellen kann. Wer einen Vergleich will, der muss nur über unsere Landesgrenzen hinweg in andere Bundesländer schielen, um festzustellen, dass die Leistungen dort weit hinter den Ländern mit 3-gliedrigem Schulsystem liegen!

    @Daniel Roos: Ich glaube der Selektionsdruck ist im späteren Verlauf wesentlich höher, wenn es beispielsweise darum geht, wer eine zweite und dritte Fremdsprache erlernen darf und wer nicht. Geschieht dies innerhalb eines Klassenverbandes, so musst du wohl zugeben, dass schwächere Schüler diesen Druck massiv zu spüren bekommen werden. Außerdem dürfen bessere Schüler nicht ausgebremst werden oder schlechtere Schüler überfordert.
    Meiner Meinung nach funktioniert gute Schulpolitik über individuellen Zuschnitt:
    Grundlage für Gerechtigkeit in diesem Bereich ist eine hohe Durchlässigkeit. Dies bedeutet, dass Schüler die aus der Haupt- und Realschule kommen, die Möglichkeit haben einen höheren Bildungsabschluss zu erzielen. Wenn du Dir mal die Mühe machst und auf den Seiten des statistischen Landesamts vorbeischaust, so wirst du feststellen, dass über ein Drittel der Abiturienten in unserem Land nicht über die direkte Gymnasialempfehlung zum Abitur gekommen sind, das spricht doch für hohe Durchlässigkeit.

    Und die beste Integration funktioniert nun mal über die Sprache. Wenn wir sicherstellen, dass jeder Grundschüler perfekt Deutsch spricht, so sind die Chancen zwischen den Kindern gleich.

  8. R.Schmitt sagt:

    Bei Pisa immer mit an Spitze, 4 von 9 Eliteunis in BaWü, die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in ganz Europa – aber mit einem Ideologiebrett vor dem Kopf, sehen natürlich alle nichts und damit auch gleich aus…
    Und was für eine „Frühselektion“ ?! Das System ist mehrgliedrig aber DURCHLÄSSIG (bitte kurz das Brett abnehmen). 11% aller Abiturienten haben ihren Weg auf der Hauptschule begonnen, fast 50% aller Studenten keine allgemeine Hochschulreife und abgesehen davon: na und ? Ein Land braucht ja wohl nicht nur Akademiker ?! Oder ist seit heute bei den Linken auf einmal ein „frühselektierter Facharbeiter“ weniger wert für die Gesellschaft?

  9. Joachim sagt:

    Hm, hat der Faktenchecker eigentlich schon mitbekommen, dass es neben den Hauptschulen auch noch Werkrealschulen in BW gibt, die ein viergliedriges Schulsystem schaffen, wenn man noch die ganzen Sonderschulformen dazu nehmen sind wir bei einem zehngliedrigen Schulsystem. In den letzten Jahrzehnten wurde auch am Bildungssystem rumgedoktert. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler an Hauptschulen sinkt rapide. Es kommt zu Schulfusionen. Die Werkrealschule soll das stoppe. Ich frage mich aber, weshalb man noch eine künstliche Trennung zwischen Realschulen und Werkrealschulen aufrecht erhalten muss?

  10. Ein Bernd sagt:

    Lieber Faktenchecker,

    schön und gut, dass das Projekt Gesamtschule in anderen Bundesländern anscheinend nicht so toll funktioniert, wie das dreigliedrige System in BaWü oder Bayern, aber wie erklärst du dir dann die Erfolge der Schulen aus Finnland bei der letzten Pisa-Studie? Da in dem Bild der Schiefe Turm zu sehen ist, kennst du die ja wohl und weißt, dass dort eine Gesamtschulsystem nicht nur viele Abiturienten hervorbringt, sondern auch deren Kompetenzen besser entwickelt und Migrantenkinder besser in die Gesellschaft integriert.
    (Schnellbeweis:
    http://de.wikipedia.org/wiki/PISA-Studien#Ergebnisse_der_PISA_2009-Studie)

  11. Jacques sagt:

    Wenn man unser Schulsystem mit dem von Finnland vergleicht, sollte aber auch erwähnen, dass dort rund 20% der Jugendlichen nach der Schule keinen Job finden, in Baden-Württemberg sind es weniger als 3%. Also entweder die finnischen Jugendlichen sind für den Arbeitsmarkt völlig überqualifiziert, oder das finnische Schulsystem ist in der Praxis doch nicht sooooooo viel besser.

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