„Wer nicht unserer Meinung ist, muss mundtot gemacht werden“ – Toleranz à la Grün-rot

Grün-rot ist intolerant Bildung ist etwas tolles, denn sie hilft uns, die Welt besser zu verstehen. Wer z.B. ein bisschen Latein in der Schule hatte, weiß, dass „Toleranz“ sich vom lateinischen „tolerare“ (erdulden) ableitet und bedeutet, dass man abweichende Lebenshaltungen und -einstellungen akzeptiert. Das heißt: man muss sie sich nicht zu eigen machen, sie aber respektieren.

In einem strategisch cleveren Schachzug macht sich die grün-rote Landesregierung daran, die Bedeutung des Wortes umzudrehen: tolerant ist damit nur noch, wer auf Regierungslinie ist. Alle anderen sind Sklaven ihrer Ängste („Phobien“) oder auch einfach „unterste Schublade“ (Faktencheck-Schnellbeweis).

Aber worum geht es eigentlich? Momentan wird vom Kultusminsterium eine Bildungsplanreform erarbeitet, mit der die bestehenden Bildungspläne „konsequent weiterentwickelt“ werden sollen, wie es auf den Seiten des Ministeriums heißt (siehe hier). Neben der Aufstellung von 5 Leitprinzipien wie z.B. „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und „Verbraucherbildung“ soll laut der grünen Landtagsfraktion vor allem „das Thema sexuelle Orientierung und Akzeptanz sexueller Vielfalt in den Bildungsplänen“ verankert werden. Und weil naturwissenschaftliche Standpunkte und Sichtweisen bei solchen Themen bekanntlich stören, wollen die Grünen das Ganze lieber in den „Ethik-, Sozialkunde- oder Sprachenunterricht“ verschieben (Faktencheck-Beweis als pdf-Datei). Dann fällt auch nicht so schnell auf, dass die von den Grünen und Roten verfochtene Gender-Ideologie, die diesen Ideen zugrunde liegt, laut Biologen ziemlicher Quatsch ist. Weshalb Norwegen – im Gegensatz zu Deutschland – die Mittel in diesem Bereich drastisch gekürzt hat (Faktencheck-Beweis).

Da einige Menschen denken, dass die Grundschule vielleicht nicht ganz der richtige Ort ist, um mit Kinder zwischen 5 und 10 Jahren über die Bandbreite sexueller Praktiken zu diskutieren, haben sie eine Petition verfasst (siehe hier). Mittlerweile haben über 150.000 Menschen dort mitgezeichnet.

Wer jetzt glaubt, dass dieses Bürgerengagement von der Landesregierung  im Sinne einer „Politik des Gehörtwerdens“ honoriert wird, der glaubt wahrscheinlich auch, dass ein Klimaschutzgesetz das Klima schützt (tut es nicht, siehe hier). Kultusminister Stoch jedenfalls will keine Gespräche mit Initiatoren der Online-Petition führen. Schließlich müsse man sich nicht „mit jedem unterhalten“. (Faktencheck-Beweis).

Stattdessen wird neuerdings auf den Seiten des Ministeriums unverholen Propaganda betrieben, indem man versucht, den Standpunkt der Kritiker lächerlich zu machen, ihn abqualifiziert und einfach mal (falsche) Behauptungen als Tatsachen hinstellt. Da überrascht es einen schon fast nicht mehr, dass eine Art Pressemitteilung, die direkt aus einer Parteizeitung stammen könnte, dort als eigener Menüpunkt aufgeführt wird (Faktencheck-Beweis).

Faktencheck-Fazit: Die „Politik des Gehörtwerdens“ ist mittlerweile nur noch ironisch-zynisch als „Politik des Überhörtwerdens“ zu verstehen.  wo jemand anderer Meinung ist, hört die Toleranz bei Grünen und Roten auf. Ob das zukünftig auch so in der Schule gelehrt wird?

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